TL;DR
- Die New York Times zitiert in ihren Artikeln selten transgender Menschen.
- Eine Analyse zeigt, dass nur 20 % der Artikel mit Trans-Bezug trans Stimmen einbezogen.
- GLAAD kritisiert die Zeitung dafür, anti-trans Narrative zu verstärken.
- Kritiker argumentieren, dass diese Berichterstattung die Rechte und die Gesundheitsversorgung von Transgender-Personen beeinträchtigt.
- Die Times verteidigt ihre Berichterstattung als fair und umfassend.
Haltet eure Regenbogenfahnen fest, Leute, denn The New York Times sieht sich wegen ihrer Berichterstattung über trans Themen mit heftiger Kritik konfrontiert. Befürworter schlagen Alarm und behaupten, die Zeitung behandle trans Personen lediglich als Gegenstand der Debatte, statt ihnen einen Platz am Tisch zu geben. Das ist mal ein großer Fauxpas!
Eine aktuelle Analyse von Assigned Media zeigt, dass die Times zwar mehr Artikel zu trans Themen veröffentlichte als jedes andere Medium, gleichzeitig aber am wenigsten wahrscheinlich tatsächliche trans Personen oder ihre Interessenvertretungen zitierte. Von 60 Geschichten mit Fokus auf trans Themen zwischen dem 1. Januar und dem 25. April enthielten nur magere 12 Zitate von trans Personen oder Vertreterinnen und Vertretern – ja, das sind gerade einmal 20 %!

Ordnen wir das einmal ein. Andere Nachrichtenmedien wie NPR und NBC News machen einen deutlich besseren Job und binden trans Stimmen in ihrer Berichterstattung wesentlich häufiger ein. Hier geht es nicht nur um Zahlen; es geht um Repräsentation und die Integrität des Journalismus. Bei einer jüngsten Aktionärsversammlung konfrontierte ein Elternteil eines trans Teenagers die Führung der Times und fragte, welche Verantwortung die Zeitung trägt, wenn ihre Berichterstattung zur Rechtfertigung schädlicher Gesetze gegen trans Menschen herangezogen wird. Die Antwort? Verleger A.G. Sulzberger verteidigte den Journalismus der Zeitung und betonte, er sei "fair und umfassend". Aber können wir das wirklich einfach so hinnehmen?
GLAAD, die LGBTQ-Interessenorganisation, äußert sich seit Langem kritisch und weist darauf hin, dass diese Analyse der Quellenlage mit jahrelanger Kritik an der Berichterstattung der Times zu trans Themen übereinstimmt. Eine Sprecherin bzw. ein Sprecher erklärte: "Es ist unzutreffend, wenn die Times behauptet, die Berichterstattung sei ‚fair‘ oder ‚zutreffend‘ oder ‚einfühlsam‘, wenn ihre Geschichten über transgender Menschen keine transgender Stimmen enthalten. Das widerspricht dem gesunden Menschenverstand und der journalistischen Integrität." Autsch!
Die Organisation nahm kein Blatt vor den Mund und warf der Times vor, Aktivistinnen und Aktivisten zu zitieren, die anti-trans Pseudowissenschaft verbreiten, ohne den notwendigen Kontext zu ihren fragwürdigen Hintergründen zu liefern. GLAAD hob außerdem hervor, dass die Times unzureichend darüber berichtet habe, wie ihre eigene Berichterstattung in juristischen Auseinandersetzungen gegen trans Rechte angeführt wurde. Das ist ein ernstes Problem, Leute!
In einer Welt, in der Desinformation reale Folgen haben kann, wurde die Berichterstattung der Times in Gerichtsverfahren zitiert, die sich gegen geschlechtsangleichende Versorgung richteten, darunter Tennessees Verbot der Versorgung für trans Minderjährige. Kritiker argumentieren, dass die Times, indem sie nahelegt, der medizinische Konsens zur trans Gesundheitsversorgung sei „ungeklärt“, politischen Bestrebungen Legitimität verleiht, die diese Versorgung einschränken – trotz überwältigender Unterstützung für geschlechtsangleichende Behandlung durch große US-amerikanische medizinische Fachverbände.
Nicht nur GLAAD hat Alarm geschlagen. Im Jahr 2023 unterzeichneten mehr als 1.200 Mitwirkende der New York Times einen offenen Brief, in dem sie der Zeitung "redaktionelle Voreingenommenheit" in ihrer Berichterstattung über transgender Menschen vorwarfen. Sie kritisierten die Zeitung dafür, in ihren Geschichten über geschlechtsangleichende Versorgung und trans Jugendliche "Pseudowissenschaft und beschönigende, aufgeladene Sprache" zu verstärken. Die Unterzeichnenden argumentierten, dass die Berichterstattung der Times dazu genutzt werde, trans Rechte und den Zugang zu Gesundheitsversorgung zu untergraben.
Während die Kritik zunimmt, fordert GLAAD die Times auf, ihren Ansatz zu überdenken. "Es ist höchste Zeit, dass die Times ihre Praxis mit der Integrität in Einklang bringt, die sie für sich beansprucht", so die Sprecherin bzw. der Sprecher abschließend. Wird die Times auf den öffentlichen Aufschrei hören und trans Stimmen endlich die Plattform geben, die sie verdienen? Nur die Zeit wird es zeigen, aber eines ist klar: Die Debatte über die Repräsentation von trans Menschen in den Medien ist längst nicht vorbei.







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